
Der
"Magic Switch" *,
die effizienteste und auch eleganteste Form, den Switch zu werfen!
*zu sehen auch auf der
DVD Beilage des Sonderheftes 20 von Fisch und Fang "So wirft man
die Fliege"
(Kaptiel 5: Wie Profis werfen)
Das Interwiev zum Film
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INFO:
Auf den nun folgenden Seiten werden Sie keine Anleitungen zu bereits bekannten
Würfen finden. Dies ist schon von diversen Autoren getan worden und kann in deren
Büchern nachgelesen werden. Ich werde hier also nicht Altbekanntes aufwärmen, sondern
auf diese Seiten werden Sie nur aktuelle Informationen, neue Würfe bzw. noch eher
weniger bekannte Sachen
finden.
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Fliegenwerfen heute
ein paar Gedanken zur Entwicklung des Fliegenwerfens ...

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Das Thema
Fliegenwerfen ist in den letzten 30 Jahren so umfangreich und gut
erarbeitet worden, sodass in den nächsten Jahren und Jahrzehnten kaum
mehr viel Neues dazukommen wird. Wir sind in Europa auf einem
sehr hohen Stand
angekommen, der wahrscheinlich nur noch sehr kleine Entwicklungen im
Bereich des Werfens zulässt, es sei denn, die Geräte
würden sich dramatisch ändern.
Doch weitergehen wird es trotzdem.
Stagnation würde in diesem Falle ja bedeuten, dass wir in Bezug auf
die Technik schon den Stein der Weisen gefunden haben.
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G.F. und Jason Borger
(der Shadowcaster aus dem Film
"Aus der Mitte entspringt ein Fluss") beim
Diskutieren über Griffhaltungen. |
Diesen hoffen wir alle zwar für
uns selbst irgendwann einmal zu finden, doch einen allgemeingültigen Weg kann
und darf es im Bereich der Wurfschule nicht geben. Hier liegt noch Spielraum
brach und diesen gilt es zu erarbeiten. Jede noch so kleine Individualität ist
gefragt und treibt die Entwicklung voran. Jedes Begrenzen auf nur einen Stil ist
kontraproduktiv, weil es die Erweiterung des werferischen Horizontes blockiert
und die anatomischen Eigenheiten der Kursteilnehmer nicht beachtet. Auch
unterschiedliches Material und - nicht zu vergessen - die Vielfalt der Gewässer
verlangen einen angepassten Stil.
Die Devise sollte
somit lauten:
Entwickle Deinen
eigenen, Deinen körperlichen Fähigkeiten angepassten und für Dich biomechanisch
idealsten Stil. Sei offen für alles, wähle aus, nimm auf, doch lasse Deine
Eigenheiten und Ideen nicht untergehen, wenn Du Dir sicher bist, dass sie Dich
weiterbringen könnten. Sei aber auch wachsam, und
versuch zu sehen, was Sinn macht und was nur der Show dient. Und vergiss dabei
nie: Perfektion im Fliegenwerfen bedeutet Reduktion des eigenen Einsatzes auf
das Minimum, ohne das Ergebnis dadurch nachteilig zu beeinflussen.
Tendenzen auf dem Wurfsektor

"Horizonterweiterung" G. Feuerstein und Mel Krieger
EUROPA
In den letzten Jahren hat sich in Zentraleuropa in Bezug auf revolutionäre
Wurfneuheiten nicht sehr viel getan. Meist
waren es die gleichen Würfe, die von anderen Werfern
publiziert unter anderen Namen irgendwo anders auftauchen.
Dies führte zu viel Verwirrung unter den Fliegenfischern. Wenn man über etwas
redet, so sollte man doch die gleiche Basis(gleichen Begriffe) verwenden.
Während in Zentraleuropa die "Luftwürfe" (Begriff
GF) schon sehr gut ausgereift sind, was
wir in erster Linie den Herren Ritz
und
Gebetsroither zu verdanken haben, deren
Erkenntnisse ausreichend publiziert und nach dem Tod
Hans
Gebetsroithers von vielen Instruktoren
noch
geringfügig modifiziert wurden, so war im Bereich der "Wasserwürfe"
(Begriff GF) also der Rollwürfe, Switch
Casts, Unterhand Würfe, Spey Casts...) noch ein gewisser Handlungsbedarf vorhanden.
In diesem Bereich habe ich in den letzten Jahren versucht,
vorhandene Würfe zu optimieren und effektivere Formen zu finden. Daraus sind
Würfe wie der Snap-T oder der Snap-Z(Form für Fortgeschrittene) entstanden. Auch
im Bereich des Doppelzuges habe ich versucht Optimierungen zu schaffen.
Optimierung kann einerseits angenehmeres Fischen oder Werfen(weniger
Krafteinsatz) oder aber auch größere Weite bedeuten. Nicht immer sind beide
Ziele gleichzeitig im Vordergrund. In erster Linie sollte es uns ums Fischen
gehen und nicht um Weitenjagd. Diese gehört in den Casting-Bereich.
Fliegenfischen bedeutet für mich Eleganz, Harmonie und Leichtigkeit und kein
übermäßiger Krafteinsatz und Geplatsche. Leider gibt es auch sehr zweifelhafte
Entwicklungen mit Würfen, die nur der Show aber keineswegs dem Fischen dienen.
Bei meinen Würfen ist der Fisch im Mittelpunkt und der will nicht gestört
werden.
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Ein Großteil dieser
in Mitteleuropa meist als neu angesehenen Wasser-Trick-Würfe stammt
vom Schweden
Göran Andersson
der
in diesem Bereich wertvolle Pionierarbeit
geleistet hat. Mit seiner
Unterhand Wurftechnik
hat er vor Jahrzehnten auch die wohl zukunftweisende Technik für die
Zweihand Fliegenfischerei entwickelt. Diese Technik mit der
einzigartigen schnellen Beschleunigung durch die untere Hand wird
inzwischen von vielen Speycastern "missbraucht" und inzwischen als
Modern Speycasting bezeichnet, obwohl
die eigentliche Speycasting Technik, eine exzellente und eigens für
die damals an den großen schottischen Lachsflüssen verwendeten
schweren, langen und sehr weichen (langsamen) Zweihand
Fliegenruten entwickelte
Technik, mit der Unterhand Technik nichts gemein hat. Auch
Simon Gawesworth (Snake Roll, Turbot
Roll - Anfang 80er Jahre) und Michael Evans
haben viel zur
Weiterntwicklung der
"Wasserwürfe"(GF) beigetragen .
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Nicht vergessen werden darf auch die Italienische Wurfschule um
Roberto Pragliola (TLT Technik), die hier, nicht
zuletzt auch aufgrund der Gerätewahl(leichtes und sehr
schnelles Gerät für die Trockenfliegenfischerei), eigene Wege gegangen und neue Impulse gebracht hat.
Für mich ist sie die beste aber auch schwierigste Technik für
das Trockenfliegenfischen(das Werfen von Mikronymphen ist damit auch noch möglich).
Die Ausbilderszene in Europa ist durch das
EFFA
Instruktoren Zertifizierungsprogramm vereint, sehr aktiv und
bestrebt durch neue und bessere Schulungsmethoden optimale Lernerfolge zu erzielen. Dies
lässt vor allem in Bezug auf die Effizienz der Schulungen einen großen Fortschritt für
die nächsten Jahre erwarten. Das
EFFA
Prüfungsprogramm für Fliegenfischerinstruktoren leistet einen wichtigen Beitrag
dazu, dass fundiertes Wissen und Können weitergegeben wird und somit durch den
angestrebten Multiplikatoreffekt der wurftechnisch hohe Standard in Europa noch weiter
verbessert werden kann. Durch die Vielfalt der Stile der an diesem Programm
beteiligten Persönlichkeiten wurde ein reger Austausch von Informationen in
Gang gesetzt, der letztendlich allen Lernwilligen zu gute kommt.

Wurfdemo gemeinsam mit
Charles Jardine (U.K.) in den Staaten
"Sämtliche weltweit bekannte
Techniken haben ihre Berechtigung, denn sie sind alle aus der
Notwendigkeit heraus
entstanden, ganz spezielle Situationen
am Gewässer zu meistern."
Günter
Feuerstein
Es geht jetzt
in erster Linie darum, vorhandenes wurftechnisches Wissen weltweit zu vernetzen
und somit die Puzzlesteine zusammenzufügen, damit ein möglichst perfektes Bild
entsteht - (Hintergrund und Basis für Universal Fly Casting©)
Mein kleiner Beitrag zur Wurfschule:

GF Flycast Design
Ich fische seit ich denken kann, und glauben Sie, wenn man
mich fragen würde, was ich lieber mache, werfen oder fischen, so würde ich ohne
mit der Wimper zu zucken antworten "Fischen natürlich!" Darin lag auch die
Motivation für das jahrelange Training, in dem ich mich im Besonderen auch damit
befasst habe, Würfe für spezielle Situationen zu entwickeln und sie immer wieder
zu optimieren und an Shows auf der ganzen Welt dem Fliegenfischern zugänglich zu
machen. Die Werferei war für mich immer nur Mittel zum Zweck, um an jene Fische
zu kommen, die für mich nicht erreichbar waren. Ich möchte im folgenden einige meiner Würfe bzw. Wurfkreationen behandeln, die meines Erachtens in
gewissen Situationen große Vorteile bringen.
Ich habe diese Würfe,
die teils schon in den 80er Jahren entstanden, in den Staaten erstmals
im Sommer 1995 an der FFF-Conclave in Livingston/Montana gezeigt. Im Mai 1996 an der
Chatsworth Angling Fair(GB), wo ich die große Ehre hatte,
als Special-Guest eingeladen zu sein, habe ich sie auch in Europa erstmals demonstriert. Als
Zentraleuropäer auf der Insel werfen zu dürfen (wer die traditionsbewussten Engländer
kennt, der weiß was ich meine), war für mich damals natürlich etwas ganz Besonderes.
An zig
Messen in Europa, den USA bis nach Russland wurden diese Würfe inzwischen der breiten
Öffentlichkeit näher gebracht,
in
Büchern und Magazinen publiziert und sind inzwischen zum festen Bestandteil der
modernen Wurftechniken geworden. In den letzten Jahren habe ich die Würfe
nochmals verfeinert und auf Effizienz getrimmt.
GF
Backhand Power Haul
- die
optimale Doppelzugtechnik
(eine Zugvariante für
garantiert größere Wurfweiten)
Viele bekannte Fliegenfischerinstruktoren
in Europa und den USA haben die enorme Effizienz dieser
revolutionären Wurf(Zug-)variante basierend auf meiner
wesentlich effizienteren Doppelzug-Technik bestätigt! Die
Rute wird dabei effektiver geladen und der Beschleunigungsweg optimiert und harmonisiert.
GF Vertical Bow
(Bogenwurf vertikal? Natürlich!
Ein genialer Wurf für den Nymphenfischer!)
Der vertikale Bogenwurf, den ich 1995 als Neuheit erstmals präsentierte ist ein
sehr effektiver Trickwurf
für routinierte Werfer, der ein optimales Sinken der Nymphe garantiert!
Der "Dunker"
Dieser von mir
optimierte High Speed Tuck Cast sticht alle anderen Tuck Variationen klar aus,
weil der Pfad der Rutenspitzbewegung optimiert wurde und so die Nymphe mit noch
mehr Energie die Wasseroberfläche durchschlägt.
GF Upstream Pick
Up Cast (inzwischen bekannt als
Snap-T oder Circle Cast))
Ein Wurf
den ich in den 80er Jahren an einem meiner Hausgewässer kreiert habe, um
trotz eingeschränktem Wurfraum an den Fisch zu kommen und der inzwischen
durch einen meiner amerikanischen Kursteilnehmer aus dem Jahre 1995 im
darauffolgenden Jahr unter dem Namen Snap-T besonders in der Zweihand Fischerei bekannt gemacht
worden ist. Der Wurf ist inzwischen dort ein fester Bestandteil. Von manchen
wird er inzwischen auch als Circle Cast bezeichnet.
GF Switch Cast - The
"Magic Switch"(Minimal Switch)
Dieser von mir vor Jahren optimierte und auf Effizienz gestylte Switch Cast hat wirklich etwas
Magisches an sich. Wie von Zauberhand und ohne offensichtlichen Einsatz
von Kraft werden selbst große Weiten erzielt. Es gibt wohl keine
elegantere und Kraft sparendere Art einen Switch zu werfen wie diese.
Aus diesem Grund wird dieser Wurf mehr und mehr zu dem Wurf
schlechthin für den ambitionieren Fliegenfischer. Der Wurf wurde in
Sedge & Mayfly im Jahre 2005 erstmals publiziert. Zu
sehen auf der DVD zum Sonderheft 20 von Fisch und Fang "So wirft man die
Fliege" unter Kapitel 5"Wie Profis werfen" und natürlich überall, wo ich
Wurfdemos gebe.
GF Snap Switch
für
Ein- und Zweihandruten (inzwischen auch bekannt als
Airalized Snap-T
bzw. Snap-Z)
Eine
Spezialtechnik, kurz nach dem Upstream Pick Up und auf diesem basierend
entstanden. Eine Technik für beengten Raum, die jedoch einen größeren
Schnurbauch (extremes D) und somit verbesserte Ladung ermöglicht.
Das Werfen mit der Zweihandrute(Videos)
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