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Der Bighorn Riverm (MT)

 

Nach einigen Jahren Pause und eigentlich aus dem Bauch heraus entschlossen meine Frau und ich die ca. 5 stündige Fahrt von Blue Sky nach Fort Smith auf uns zu nehmen, um den Bighorn zu befischen. Der Bighorn fischt momentan sehr gut, hieß es. Das letzte Mal befischte ich den Bighorn River im Jahre 1995 bei einem Wasserstand von 3000 cfs. Jetzt sollten es nur 1400cfs sein. Ich war also gespannt, wie sich uns der als der produktivste Forellenfluss der USA bekannte Fluss präsentieren würde. Wenn man in den äußersten Osten Montanas fährt, so sagt man, werden die Leute noch freundlicher. Eine Steigerung konnte sich besonders meine Frau kaum vorstellen, denn sie war von der Gastfreundlichkeit und Offenheit der Einwohner Montanas aber auch Idahos geradezu überwältigt. Auch die Gegend ändert sich, wenn man in Richtung Billings und dann weiter nach Hardin fährt. Endlose Weiten und Grasberge, ab und zu ein paar Rinder. In Hardin stößt man bereits auf den Bighorn, nach Fort Smith, das sich im Crow Indianer Reservat befindet, sind es aber weitere 80 Meilen.

Dann sind wir fast da. Plötzlich sehe ich ein Schild. Da war ich schon mal, das Cottenwood Camp! Ich dachte eigentlich, es wäre näher am Afterbay Damm, dem Ausgleichsbecken des riesigen Yellowtail Damms, doch dann fiel mir ein, dass der Three Miles Island Access sich ja ganz in des Camps befand. Als wäre die Zeit stillgestanden! Zwar etwas moderner präsentierte sich der RV Park mit einigen Log Cabins und einem Rasen wie auf einem Golfplatz, doch der Inhaber Alvin Blakley war immer noch derselbe. Ein bisschen dicker war er geworden und ein bisschen älter halt, doch freundlich und hilfsbereit wie eh und je und -  ein Arbeitstier. Unentwegt von früh bis spät wart er irgendwo am Werkeln und um das Wohlergehen seiner Gäste bemüht.

Ebenso sein Geschäftspartner Roger Rehurek, ein Vollblutfischer und Guide. Er war vor allem um den fischereilichen Erfolg der Besucher bemüht. Dann war da noch Brad, ein junger Guide, den Roger angelernt hatte und der es wirklich toll verstand, mit den Gästen umzugehen. Ein einfacher und bescheidener Typ eben. Alles Leute, in deren Gesellschaft man sich augenblicklich zu Hause fühlt, weil man weiß, dass es einem um nichts fehlen wird. Für mich der Platz schlechthin, wo sich ein Bighorn Fischer niederlassen sollte, um seinen Urlaub zu genießen.
 

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Auch beim Watfischen bei Three Miles Island lassen sich gute Fische fangen, ...  sofern man die richtigen Nymphen hat.

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kampfstarke Bighorn Rainbows
 

Der Bighorn war bei diesem Wasserstand einfach eine Wucht. Bei 3 Miles Island war die Watfischerei einfach optimal. Dies ist nicht immer so, denn bei höherem Wasserstand ist das Betreten des Ufers über die Hochwassermarke (wo die permanente Vegetation beginnt) unumgänglich, um den Platz zu wechseln. Dies ist jedoch nicht erlaubt, womit die Möglichkeiten dann sehr eingeschränkt sind. Man ist dann auf die Verwendung des Drift Boats angewiesen.

 

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Das Drive In eine Flusskurve die zur Hochwassersicherung mit alten Autos ausgelegt wurde. Ein Anblick, der  um die Welt ging.
 

Wir nützten dennoch die Gelegenheit mit unseren neuen Freunden den Bighorn per Boot zu befischen. Man sieht einfach mehr und die Fußmärsche bei sommerlichen Temperaturen in unwegsamen Gelände fallen weg. Wenn es einem gefällt, dann einfach raus aus dem Boot und los geht's. Wir befuhren den Bighorn zweimal, einmal davon mit Brad von ca. 16 Uhr bis Sonnenuntergang. Da es so heiß war, verzichteten wir darauf, die Wathosen mitzunehmen. Ein Fehler, denn bei 8-9°C ein paar Stunden im Wasser zu stehen ist ganz schön kalt. Dies wird uns nicht so schnell wieder passieren.
 

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Brad beim Drill einer kampfstarken Rainbow

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ein "meat ball"

Am nächsten Tag drifteten wir bereits am Morgen mit Roger. Er legte wert darauf, das erste Boot über den Fluss zu steuern. So legten wir bereits kurz vor 6 Uhr in der früh ab. Es war einfach herrlich, den Bighorn am frühen Morgen zu erleben und völlig allein am Wasser zu sein. Untertags nimmt der Bootsbetrieb stark zu und der Angling Traffik macht sich durch ein Driften von losgelösten Wasserpflanzen(Watbetrieb) bemerkbar, wodurch ein ständiges Reinigen des Hakens nach jedem Wurf unumgänglich wird.  Sowohl Roger als auch Brad schlagen dazu die Nymphe in Kreisförmigen Bewegungen der Ruten aufs Wasser und gelangten so - auf zugegeben unkonventionelle Art - zum Gebetsroither Stil.

 

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Roger Rehurek, Vollblutfischer, hervorragender Guide und Mitbesitzer des Cottenwood Camps


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   ein herrlich gezeichneter Regenbogenforellen Milchner     

 

Der Bighorn war eine Wucht und mit ein bisschen Wehmut verabschiedeten wir uns von unseren neuen Freunden. Doch der Yellowstone Park lag ja noch vor uns, was uns den Abschied von diesem tollen Fluss leichter machte.

 

 

Cottenwood Camp
Alvin Blakley / Roger Rehurek
Box 7667
MT 59035
USA
phone: 01 (406) 666 2391

http://www.cottonwoodcampbighorn.com

 

 

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