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Auf Hecht in "meinen Seen"
2017-04-16 19:03

Auf Hecht in "meinen Seen"

Nach meinem Kurs in der Delphi Lodge besuchte ich einige "meiner Seen" in Co. Monaghan, die ich vor 30 Jahren befischt hatte, als ich dort gearbeitet hatte. Zu dieser Zeit waren sie mehr oder weniger unberührt, denn ich war der Einzige, der dort auf Hecht fischte. Die Iren bevorzugten die Forellen und Lachse. Hechte galten damals mehrheitlich als hässliche Fische, die nicht zu essen wären, da sie Schlangen und Ratten fressen würden. Für Viele waren sie schlicht gleichzusetzen mit Unkraut. Das war natürlich gut für mich, denn ich fing zu dieser Zeit und bei Kurzbesuchen in den nachfolgenden Jahren dort weit über tausend Hechte.

Die drei Tage, in denen ich in der letzten Woche(KW 15) dort fischte, waren deutlich unter dem, was ich mir versprach. Ich fing jeden Tag zwischen 6-8 Hechte. Das mag für machen als ganz akzeptabel erscheinen, doch dies entsprech nur der Hälfte meiner damaligen Durchschnittsfänge. Die Hechte waren auch signifikant kleiner als früher. Der Hecht im Startbild war die einzige Ausnahme. Viele kleinere Hechte sind gleichbedeutend mit weniger grossen Hechten! Also waren meine ehemals exzellenten Kleinseen aufgrund von mittlerweile herrschender Überfischung offenbar keine gute Wahl. Einheimische erzählten mir, dass v.a. Polen aber auch andere Fischer aus den östlichen EU-Staaten viele grosse Hechte getötet und entnommen hätten, obwohl dies von Gesetzes wegen verboten wäre. Das schlechte Wetter und die stark gefallenen Temperaturen mögen zwar die Beisslust grosser Hechte schmälern, doch dies erklärt nicht die deutlich grössere Anzahl von kleineren Hechten.

Wenn Sie also zukünftig einen Angelurlaub zum Hechtfischen in Irland planen, so weichen Sie bitte besser in die grösseren Flusssysteme wie Erne oder Shannon aus. Diese Gegenden produzieren immer noch viele Grosshechte und sind der Überfischung und Kochtopffischern weniger stark ausgeliefert.

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Copyright © Günter Feuerstein