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Über
den Wolken ...
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Wie immer nützte
ich den Flug nach Idaho Falls, meinen Vorrat an Fliegen der Größe
20-22 aufzustocken. Einmal mehr staunten die Stewardessen nicht
schlecht, was es doch so alles gibt. Ich hatte Glück, denn meine
Bindeutensilien (mit Ausnahme der Schere) durften im Handgepäck
bleiben. Sogar die Fliegenrollen wurden nicht beanstandet. Trotzdem
Vorsicht! Viele Bekannte mussten bei Flügen nach B.C. die
Fliegenschnüre von den Rollen ziehen und vor Ort lassen. Das kann also
ganz schön teuer werden. Also Fliegenrollen in den Koffer! |

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Wir starteten unsere Reise
von Idaho Falls. Dort gibt es leider nur einen RV Verleiher mit Motorhomes für
6-8 Personen. Für zwei Personen soviel Energie zu verschwenden und dann noch mit
einem so sperrigen Fahrzeug fahren zu müssen, kam für uns nicht in Frage. Wir
entschieden uns für einen Chevrolet Venture, einen Transporter (7 Plätzer), der es
uns nicht nun ermöglichte auf allen Wegen zu fahren, sondern wir hatten
gleichzeitig das fahrende Bett dabei. Es war im Nachhinein betrachtet eine
wirklich gute Entscheidung.

wendig, sparsam und bequem
Unser Weg führte uns nach
Westen, durch die Wüste vorbei am Big Butte und dem Amerikanischen
Energieforschungszentrum sowie der Lavalandschaft der "Craters of the Moon"
nach Mackay an den Big Lost.

Craters of the Moon -
National Monument
ein riesiges Lavafeld mit Big Butte im Hintergrund
Der Big Lost River
Der Big Lost River
ist der größte der drei Sink Rivers, die nach einigen Kilometern Verlauf plötzlich in der Wüste
versickern, um 120 Meilen südwestlich bei Thousand Springs wieder ans Tageslicht zu treten.


der Big Lost in der Wüste
Der Big Lost ist ein
8-20 m breites, herrliches Flüsschen mit einem exzellenten Fischbestand. Direkt am Fluss befinden sich einige
"primitive campgrounds", die, weil wunderschön gelegen, sehr zu
empfehlen sind. Unterhalb des Damms und
oberhalb des Reservoirs bei Mackay sind die wohl besten Strecken des Big Lost zu
finden.

von einer Erhöhung unterhalb des
Damms zeigt sich
der Big Lost in seiner ganzen Schönheit
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schöner Mountain Whitefish
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Direkt unterhalb des Damms lassen sich
kapitale Mountain Whitefish fangen, doch auch der Salmonidenbestand des Big Lost ist
hervorragend. Er wird durch Zusatzbesatz gestützt. Leider wurde, als wir
ankamen, gerade viel
Wasser abgelassen, da der Bedarf für die Bewässerung extrem hoch war.
Es dauert dann immer ca. zwei Tage, bis die Fische sich wieder neu
positioniert haben und richtig
aktiv werden. Ich hatte allerdings eine wirklich sensationelle Nachtfischerei
mit der Trockenfliege (Caddies) bei einem Vollmond, wie ich ihn in
dieser Intensität noch
nie erlebt hatte. Es war als hätte man ein riesiges Flutlicht
eingeschaltet, denn selbst an den Berghängen waren alle Details gut
erkennbar. Sogar das Vorfach konnte ich im Mondenschein schimmern
sehen. Es war
eines der imposantesten Erlebnisse, die ich beim Fliegenfischen
bislang hatte. |
Oberhalb des Reservoirs
mäandriert der Fluss durch eine Wiesen- und Buschlandschaft. Hier sind einige
der landschaftlich schönsten Plätze zu finden. Der schönste Platz schlechthin ist
jedoch in Privatbesitz
und das Land darf nicht betreten werden (Sage Katalog Front). Auch manche andere
Abschnitte dürfen nur in Begleitung von den Guides von Silver Creek Outfitters
in Ketchum betreten werden.

der Big Lost River oberhalb des
Reservoirs
Der Silver Creek
Vom Big Lost fuhren wir
wieder zurück Richtung Süden und dann weiter nach Westen über Arco, nach Picabo
und dann ins National Conservancy des Silver Creek.
 
Das
so genannte "National Conservancy" am Silver Creek bei Picabo, ein besonders
sehenswertes Stück Natur!
Der Silver
Creek hatte diesmal sehr wenig Wasser und war auch etwas wärmer als gewöhnlich.
Nachdem wir uns beim Büro registriert hatten, ging es Wasser. Die Fischerei war sehr schwierig.
Mit Mustern größer als Hakengröße 20 ging rein gar nichts.
Die Fischerei am frühen Morgen und am Abend war noch halbwegs ansprechend. Die
berühmten Trico Hatches hatten noch nicht richtig eingesetzt, doch am
Abend schwärmten die Caddies. Über Tags
besuchten wir die Hayspur Fish Hatchery, kühlten uns in einem der
Oberläufe ab oder legten uns aufs Ohr...
Am Abend wollten wir
jedoch etwas länger ausharren. Die Caddies gehen in der heißen Periode
erst sehr spät aufs Wasser. Mückenmittel nicht vergessen! Am Silver Creek kann
das ein Problem werden. Zwar half das Mittel und wir wurden nicht gestochen,
doch meine Frau träumte noch später davon. Fragen SIe sie lieber nicht, ob der
Silver Creek ihr Fluss ist.

Im Dunkeln nehmen die kapitalen Bachforellen gerne die Trockene!
Der Loving Creek
Auch in der Trophy Strecke des Loving Creek,
eines Zuflusses des Silver Creeks können Sie ihr Glück versuchen. Sind Sie
jedoch nicht frustriert, wenn die großen Bach- und Regenbogenforellen nichts von
ihren Fliegen wissen wollen. Es ist einfach ein schwieriges Gewässer...
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Wussten Sie
eigentlich,
dass Fischreiher sich bei Gefahr tot stellen? Ich nicht! Als ich
nachts um 1 h an den Ufern des Loving Creek entlang schlich und aufs
Wasser spähte, hörte ich plötzlich ein Geräusch im Gebüsch. Ich
schlich mich langsam an. Als ich ganz nah war, schaltete ich meine
Taschenlampe ein. Ein Reiher lag da regungslos vor mir auf dem
Rücken(!) mit den Füssen himmelwärts. Ich wusste ja, dass er lebte und
schnappte ihn schnell am Hals. Ich machte dieses Foto, ließ ihn los
und er stolzierte davon. Dies war für mich eines der eindrücklichsten
Erlebnisse dieses Sommers. |

ein Blue Heron -
handlanded
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Der Big Wood River
Nachdem wir die
Mückenschlacht am Silver Creek hinter uns ließen, fuhren wir weiter
nördlich an den Big Wood River. Zwei Stellen nahmen wir uns
vor. Die erste, unterhalb von Hailey war wunderschön, doch wir mussten ca.
1 km laufen, bis wir die Fische gefunden hatten. Dann ging es aber Schlag
auf Schlag. Besonders mein weisser Streamer war optimal für dieses
Gewässer. Die zweite Stelle unterhalb von Ketchum hatte es ebenfalls
in sich. Auch dort konnte ich mehrere gute Rainbows landen.
der Big Wood River unterhalb von Ketchum

für den Big Wood River ein wirklich
guter Fisch
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Weiter ging es
nach Norden. Vom Galena Summit, einem
hochgelegenen
Pass, hatten wir einen
herrlichen Blick auf
das Quellgebiet
des Salmon Rivers.
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Der
Salmon River
Der Salmon River,
besonders für seine Steelhead Runs im April bekannt, war Mitte Juli voll
mit Chinook. Bei Stanley besuchten wir die Sawtooth Fish Hatchery, wo die
ersten Lachse bereits markiert in den Becken zum Streifen bereit waren.
Unweit unterhalb der Hatchery warfen wir einen Blick auf den Salmon River. Die
Königslachse standen überall in den Pools. Trotz des nur ca. 10 grädigen
Wassers, stand ich für Unterwasseraufnahmen fast eine Stunde, teilweise
bis zum Hals im Element. Ohne Anzug, nur in Shorts, eine sehr kalte
Angelegenheit...
Wir fischten nicht
in diesem Bereich, denn die Fischerei auf die Kings war eh gesperrt und Forellen sind
im Salmon zu dieser Zeit etwas weiter stromab. In den oberen Regionen
dominiert der Mountain Whitefish. Ausserdem kam mir die Autofahrt gerade
recht um wieder aufzutauen...
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der Salmon River, ein Traum von
einem Fluss
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der berühmte gesprengte Staudamm, der den
Steelheads
nun den Weg in die Headwaters ermöglicht |
Wir fuhren eine
weitere Stunde stromab, um eine geeignete Stelle für die Abendfischerei zu
finden. Unterwegs floss eine heiße Quelle in den Fluss. Die kam mir
gerade recht, um mich wieder aufzuwärmen. Ich kann euch sagen, es war
herrlich...
Nach einer weiteren halben Stunde Fahrt, fuhr ich auf einen Pullout
um mir das Wasser genauer anzusehen. Die Stelle schien mir top. Sie
war es auch, denn kaum ausgestiegen, sahen wir eine Otterfamilie am
Fischen. Jetzt war natürlich filmen angesagt. Einfach schön, diesen
herrlichen Tieren beim Jagen zusehen zu dürfen. Bin gespannt auf die
Aufnahmen...

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Danach ging es
ans fischen. Es dauerte nicht lang und mein weißer Streamer wurde
heftig attackiert. Ein extrem starker Fisch packte zu. Der Kampf war
sehenswert und für die Größe des Fisches ungewöhnlich lang. Ich hatte
mich ganz schön verschätzt bei der Größe, bis ich den Fisch das erste
Mal sah. |

Was
für ein Kämpfer!
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Fortsetzung
(Beaverhead River,
Madison
River, Gallatin
River, Bighorn River)
Jetzt erhältlich auf DVD und VHS!
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