
ein kleines Reisetagebuch
Teil 3
Yellowstone River | Slough Creek | Soda Butte | Lamar River
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Der Yellowstone Park
Der Yellowstone Park, ein Muss für jeden Fliegenfischer, der das Magische Dreieck (Montana - Idaho - Wyoming) als Ferienziel auswählt, sollte ein Hauptziel unseres Urlaubs darstellen. Nicht nur weil meine Frau Bianca, ihn zum ersten Mal besuchte, sondern auch weil ich noch einige Flüsse im Nordosten des Parks befischen wollte, die ich bei meinen vorangegengenen Besuchen in dieser Gegend wegen hohen Wasserständen oder starker Trübung nicht befischen konnte, wollten wir ein paar Tage im Park bleiben.
Zuerst stand natürlich etwas Sightseeing auf dem Programm. Dies lässt sich recht gut verbinden, denn auf dem ca. 2-stündigen Weg in die nordwestliche Ecke des Parks, wo unsere Zielgewässer lagen, kommt man an diversen Naturschönheiten vorbei.
Auf dem Weg zum Yellowstone Lake bieten sich dem Besucher unvergessliche Landschaftseindrücke. Die thermisch aktivste Zone der Erde hat im Laufe ihrer Entwicklung wahre Kunststücke hervorgebracht.
Trotzdem gibt es sie
noch, die kapitalen Yellowstone River Cutthroats. Um sie zu fangen, bedarf es
oft sehr großen Geschicks und optimalster Fliegen. Der hohe Befischungsdruck im
Yellowstone River im Park lässt die Fische natürlich sehr vorsichtig werden. Wer
jedoch ein wenig wandert und die Augen offen hält, der findet auch den ein oder
anderen Fisch.
Der Nordwesten des Parks war unser eigentliches Ziel. Den Slough Creek hatte ich schon mehrere Male befischt, mit Lamar und Soda Butte hatte ich bei meinen vorangegangenen Besuchen jeweils kein Glück mit dem Wasser. Jetzt war aber alles ideal und wir konnten es kaum erwarten, unsere Hoppers im Soda Butte zu wässern.
Der Slough Creek ist ein
kleines Flüsschen mit großem Bekanntschaftsgrad unter den Fliegenfischern im
Park. An seinen Ufern liegt ein beliebter primitive campground (kein
Strom, keine Duschen, aber sauberes WC), von dem der Anfahrtsweg an Lamar und
Soda Butte sehr kurz ist. Man darf im Park natürlich nicht übernachten wo man
will, sondern nur auf Campingplätzen und unter Beachtung der notwendigen
Sicherheitsregeln (Bären!). Ein wildes Campieren wäre unter Umständen
lebensgefährlich. Sind diese kleinen primitive campgrounds an
Slough Creek oder Pebble Creek voll (und das sind sie im Sommer meist schon am
Mittag), so bleibt einem nichts anderes übrig, als 1 Stunde retour zu fahren
oder gar außerhalb des Parks zu übernachten. Vorreservation gibt es an diesen
Campgrounds nicht!
Die Fischerei am Slough Creek war dieses Jahr sehr träge und aufgrund des wenigen Wassers auch eher schwierig. Ob sie auf den verschiedenen Hochebenen (1st meadow, 2nd meadow oder gar 3rd meadow) besser war, kann ich nicht beurteilen. Ich bin nicht ein begeisterter Bergwanderer und schon gar nicht, wenn Soda Butte so gut fischt...
Im breiten Lamar Valley, wo sich einige der größten Waphiti- und Bisonherden des Parks, sowie ein stetig wachsendes Wolfsrudel aufhalten, stößt ein kleiner Nebenbach hinzu, der für seine exzellente Trockenfliegenfischerei bekannt ist - der Soda Butte. Seinen Namen hat er vom Soda Butte einer inzwischen versiegten thermischen Quelle, die einst Sodawasser ausgespuckt hat und die einem Miniaturvulkan gleich im Tal steht.
Unterhalb des Lamar Hochtals fließt der Lamar durch einen Canyon. Hier wird nicht so oft gefischt und deshalb lassen sich hier die Fische auch leichter fangen. Schnelle Reaktion und gutes Werfen sind hier Voraussetzung, um die Fliege lange genug im Zielbereich zu halten. In den Strömungsnischen stehen meist zahlreiche Fische, zwar nicht so groß, doch starke Kämpfer!
(Henry's Fork, South Fork of the Snake River)
Coming soon!
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