American Summer ...

ein kleines Reisetagebuch

 

Teil 3

Yellowstone River   |  Slough Creek  |  Soda Butte  |  Lamar River 

 

 

 

Der  Yellowstone Park

 

Der Yellowstone Park, ein Muss für jeden Fliegenfischer, der das Magische Dreieck (Montana - Idaho - Wyoming) als Ferienziel auswählt, sollte ein Hauptziel unseres Urlaubs darstellen. Nicht nur weil meine Frau Bianca, ihn zum ersten Mal besuchte, sondern auch weil ich noch einige Flüsse im Nordosten des Parks befischen wollte, die ich bei meinen vorangegengenen Besuchen in dieser Gegend  wegen hohen Wasserständen oder starker Trübung nicht befischen konnte, wollten wir ein paar Tage im Park bleiben.

 

        
die Mammoth Hot Springs - ein Muss für Parkbesucher

Zuerst stand natürlich etwas Sightseeing auf dem Programm. Dies lässt sich recht gut verbinden, denn auf dem ca. 2-stündigen Weg in die nordwestliche Ecke des Parks, wo unsere Zielgewässer lagen, kommt man an diversen Naturschönheiten vorbei.

   
Besonders die Bisons sind ein Anziehungspunkt und spenden wunderbares Dubbing (feines Winterhaar).

 

Auf dem Weg zum Yellowstone Lake bieten sich dem Besucher unvergessliche Landschaftseindrücke. Die thermisch aktivste Zone der Erde hat im Laufe ihrer Entwicklung wahre Kunststücke hervorgebracht.




 


Yellowstone Lake
mit Geysir im Vordergrund

 

   
  

Artist Point


Schwarzbär


 

 

Der Yellowstone River

 

Catch & Release
Die zusammenbrechenden Fischbestände im Yellowstone Park durch Massentourismus in den 60er Jahren führten zur Einführung des Catch and Release. Das Catch and Release (Fangen und Zurücksetzen) wird von allen wissenschaftlichen Institutionen in den Staaten als die einzige Befischungspraxis propagiert, die in der Lage ist, bedrohte Wildfischbestände für die nächsten Generationen zu erhalten. Zwar dürfen an vielen Orten wieder Fische entnommen werden, doch die meisten Fliegenfischer halten sich trotzdem an die empfohlene Methode des C&R.

 


Hayden Valley

 

 


 

   
 Die Fischerei im Yellowstone River war diesen Sommer nicht so gut wie bei meinen letzten Besuchen. Die Ranger meinten, es wären wesentlich weniger Fische im Fluss als in den letzten Jahren. Man vermutet, dass eventuell ein Teil der Fische in den See gewandert ist, weil die Temperaturen heuer höher waren als gewöhnlich. Doch auch an den Laichstrecken bei Fishing Bridge waren zur Laichzeit  weniger Aktivitäten bemerkbar. Wir konnten dort, wo Schaulustige sich früher hunderter Cutthroats erfreuen konnten, gerade einmal zwei Fische beobachten. Dafür aber eine ganze Menge Pelikane!

 


unterhalb der LeHardy Rapids war die Fischerei etwas besser
 

 Trotzdem gibt es sie noch, die kapitalen Yellowstone River Cutthroats. Um sie zu fangen, bedarf es oft sehr großen Geschicks und optimalster Fliegen. Der hohe Befischungsdruck im Yellowstone River im Park lässt die Fische natürlich sehr vorsichtig werden. Wer jedoch ein wenig wandert und die Augen offen hält, der findet auch den ein oder anderen Fisch.
 



kapitale Yellowstone Cutthroat
 

    
der Yellowstone bei Sulphur Caldron

 

 
auch ein guter Fisch


kleine Nymphe (Gr. 22) - großer Fisch

 
 


 

Der Nordwesten des Parks war unser eigentliches Ziel. Den Slough Creek hatte ich schon mehrere Male befischt, mit Lamar und Soda Butte hatte ich bei meinen vorangegangenen Besuchen jeweils kein Glück mit dem Wasser. Jetzt war aber alles ideal und wir konnten es kaum erwarten, unsere Hoppers im Soda Butte zu wässern.

 

Der Slough Creek

Der Slough Creek ist ein kleines Flüsschen mit großem Bekanntschaftsgrad unter den Fliegenfischern im Park. An seinen Ufern liegt ein beliebter primitive campground (kein Strom, keine Duschen, aber sauberes WC), von dem der Anfahrtsweg an Lamar und Soda Butte sehr kurz ist. Man darf im Park natürlich nicht übernachten wo man will, sondern nur auf Campingplätzen und unter Beachtung der notwendigen Sicherheitsregeln (Bären!). Ein wildes Campieren wäre unter Umständen lebensgefährlich.  Sind diese kleinen primitive campgrounds an Slough Creek oder Pebble Creek voll (und das sind sie im Sommer meist schon am Mittag), so bleibt einem nichts anderes übrig, als 1 Stunde retour zu fahren oder gar außerhalb des Parks zu übernachten. Vorreservation gibt es an diesen Campgrounds nicht!
 


die Salmon Fly Hatch war leider bereits vorüber

Die Fischerei am Slough Creek war dieses Jahr sehr träge und aufgrund des wenigen Wassers auch eher schwierig. Ob sie auf den verschiedenen Hochebenen (1st meadow, 2nd meadow oder gar 3rd meadow) besser war, kann ich nicht beurteilen. Ich bin nicht ein begeisterter  Bergwanderer und schon gar nicht, wenn Soda Butte so gut fischt...

 


 

Der Soda Butte

Im breiten Lamar Valley, wo sich einige der größten Waphiti- und Bisonherden des Parks, sowie ein stetig wachsendes Wolfsrudel aufhalten, stößt ein kleiner Nebenbach hinzu, der für seine exzellente Trockenfliegenfischerei bekannt ist - der Soda Butte. Seinen Namen hat er vom Soda Butte einer inzwischen versiegten thermischen Quelle, die einst Sodawasser ausgespuckt hat und die einem Miniaturvulkan gleich im Tal steht.

 
Mündung des Soda Butte (li) in den Lamar

 


Der Schroeder Hopper, meiner Ansicht nach der beste Hopper im Park!
 

    
Der Soda Butte ist der Trockenfliegen Fluss im Park schlechthin!



Der Soda Butte ist der Cutthroat Fluss im Yellowstone Park. Die Fische steigen hier bedenkenlos nach den angebotenen Hoppern und es war ein wirklich sehenswertes  Schauspiel, wenn sich die Cutthroats, von unserer Anwesenheit nicht sonderlich beeindruckt, vom Grund lösten und fast in Zeitlupe die Trockenfliege einsaugten.
Mich faszinieren diese Fische immer wieder aufs neue. Sie sind wie geschaffen für die Trockene! Fliegenfischen auf Cutties mit der Trockenen am Soda Butte ist ein unvergessliches Erlebnis.
 

   
welch wunderschöne Fische

 
Auch meine Frau war begeistert !


 


 

Der Lamar River


Der Lamar ist sicher einer der schönsten Flüsse im Park. An seinen Ufern grasen oft riesige Bisonherden. Auch diesmal hatte sich bereits eine stattliche Anzahl von Tieren am Fluss versammelt. Es ist immer ein mulmiges Gefühl, wenn die Herde unruhig wird und sich der Leitbulle schnaubend erhebt und klar macht, dass hier seine Herde Vorrang hat.

 

Unterhalb des Lamar Hochtals fließt der Lamar durch einen Canyon. Hier wird nicht so oft gefischt und deshalb lassen sich hier die Fische auch leichter fangen. Schnelle Reaktion und gutes Werfen sind hier Voraussetzung, um die Fliege lange genug im Zielbereich zu halten.

    

In den Strömungsnischen stehen meist zahlreiche Fische, zwar nicht so groß, doch starke Kämpfer!

 

 
unterhalb der Schluchtstrecke
 


Unterhalb des Canyons fließt der Lamar durch eine wunderschöne Gegend...


...mit ebenso schönen Cutties!

 

Fortsetzung

(Henry's Fork, South Fork of the Snake River)

 

 

Coming soon!

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