Der Madison River

Der Madison River ist einer meiner absoluten Lieblingsflüsse. Im Yellowstone Park fließt er träg dahin, immer wieder abwechselnd mit längeren Rieselstrecken. Die Fischerei mit der Trockenfliege ist dort zur richtigen Zeit absolut top. Kaum hat er den Park verlassen, mündet er in den Hebgen Lake. Besonders im Sommer am frühen Morgen ist die Fischerei im Madison Arm des Hebgen Lakes auf große Cutthroats sensationell. Gefischt wird vom Bellyboat aus mit der Trockenfliege aber auch mit Streamern.

Zwischen Hebgen Lake und dem durch einen Felssturz während eines starken Erdbebens entstandenen Quake Lake fließt der Madison durch ein traumhaft schönes Gebiet. Ist die Wassertemperatur nicht zu hoch, so stehen sehr große Fische in diesem Abschnitt. Während der Sommermonate kann die Wassertemperatur jedoch etwas ansteigen, und es halten sich dann bevorzugt Mountain Whitefish (Felchen) im Fluss auf. Jedoch bieten auch sie eine gute Fischerei auf Trockenfliege und Nymphe. Allerdings wird es schnell langweilig, weil besonders in größeren Pools oft bei jedem Wurf ein Fisch hängt.

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Auch der Quake Lake bietet eine gute Fischerei vom Bellyboat aus. Es lassen sich auch dort große Brownies fangen. Hunderte aus dem See ragende abgestorbene Bäume erinnern noch an die Entstehung des Sees. Der Wall, entstanden durch die 3 Mio. m3 Material, die zu Tale donnerten und den Fluss stauten, hat eine imposante Höhe.Unterhalb vom Quake Lake befindet sich eine der produktivsten Forellenstrecken der Vereinigten Staaten.

Bei Slide Inn ist die Fischerei besonders hochkarätig. Allerdings ist der Madison dort sehr schnell fließend. Wenn nicht gerade ein starker Schlupf von Eintags- oder Köcherfliegen stattfindet und mit der Trockenfliege gefischt werden kann, ist für viele ungeübte Fischer Endstation. Das schnelle Wasser verlangt perfekte und schnelle Mendings, doch es zahlt sich aus, denn kapitale Bach- und Regenbogenforellen gibt es dort zuhauf.

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Reynolds Bridge ist weiter flußab ein beliebter Hotspot. Der Madison hat auch dort einen ausgezeichneten Bestand an großen Forellen, die sich den Fluss mit Felchen teilen. Während der Caddies Hatch im Sommer ist diese Stelle besonders beliebt, und man muss mit vielen Fliegenfischern rechnen.

Bei Ennis ist der Fluss ein Eldorado für Naturliebhaber. Er gabelt sich dort über mehrere hundert Meter Breite in zahllose Arme, und man muss sich in acht nehmen, dass man sich dort nicht verläuft. Immer wieder tauchen Elche oder starke Hirsche vor einem auf. Auch Fischotter, Biber und Stinktiere können einem dort begegnen. Über den Köpfen schweben fast pausenlos Fischadler oder Weißkopfseeadler. Der Fluss ist dort nicht besonders tief und kann mit der Wathose meist gut überquert werden. Im Sommer ist das Wasser dort relativ warm, und so sollte statt in den "tieferen" ruhigen Stellen vor allem in den sauerstoffreicheren Rieselstrecken gefischt werden.

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Bear Trap Area
Ein heißer Tip ist auch das Bear Trap Gebiet am unteren Madison, v. a. aber auch der Bear Trap Canyon. Das Wasser ist dort jedoch im Sommer verhältnismäßig warm, da es durch das durchschnittlich nur 3 m tiefe Ennis Reservoir aufgeheizt wird. Es kommen dort praktisch keine Regenbogenforellen mehr vor, sondern fast ausschließlich Bachforellen. Diese kommen mit den höheren Temperaturen besser zurecht und teilen sich den Fluss mit den auch hier sehr zahlreichen Felchen. Die vielen Krautfelder bieten den Bachforellen gute Deckung und an den Kanten lassen sich mit Krebsimitationen gute Fische fangen. Besonders empfehlenswert ist eine Kombination mit olivem oder braunem Woolly Bugger und einer Goldkopf Prince Nymphe. Wer hier noch Regenbogenforellen fangen will, muß es im Sommer direkt unterhalb des Kraftwerks im kühleren Wasser versuchen. Die beste Zeit für diesen Flussabschnitt ist das Frühjahr und der Herbst.

Float Trips
Auch wenn die Fischerei vom Ufer aus sehr gut ist, so ist ein Float Trip doch deutlich Erfolg versprechender. Viele Topstellen am Madison sind vom Ufer aus kaum zugängig und erfordern lange Fußmärsche, da es an den meisten Stellen nur private Zufahrten gibt. Es ist auch nicht erlaubt privates Land zu betreten. Nur am Flussufer ist das Betreten bis zur Hochwassermarke gestattet. Es ist nicht anzuraten, Privatstrassen zu benutzen und auf fremdem Boden zu parken, da die meisten Landbesitzer bereits schlechte Erfahrungen mit anderen Fischern gemacht haben.

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