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Begleitete Reisen

2010-07-26 20:10

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2009-08-10 20:24

Kuba Report

Der Kuba Report unserer Reise vom Juli 2009 ist

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Herbstzeit ist Felchenzeit am Alpenrhein

Felchen und Bachforelle
Felchen fängt man am Alpenrhein mit der Nymphe!

Der Alpenrhein oberhalb des Bodensees ist die längste, nicht durch Kraftwerke im Flusskontinuum unterbrochene Flussstrecke in den Alpen. Dennoch hat der 1968 gebaute Damm bei Reichenau die Fischbestände unterhalb davon stark in Mitleidenschaft genommen um nicht zu sagen zerstört. Dutzende Kraftwerke in den Zuflüssen oberhalb und unterhalb Reichenaus haben dazu beigetragen. Hinsichtlich des Fischbestandes ist der Fluss nur ein Schatten dessen, was er in alten Zeiten war. Vor 50 Jahren konnte ein guter Fischer am Alpenrhein noch dutzende Bachforellen und Äschen pro Tag fangen. Heute ist der Fluss mehr oder weniger vollkommen vom Besatz abhängig, auch wenn man in der Presse zeitweise gegenteiliges hört. Die Fortpflanzung im Alpenrhein selbst ist erwiesenermaßen unmöglich. Trotzdem gibt es noch Fische, die im Herbst vom Bodensee stromaufwärts wandern, um zu laichen. Renken (coregonus lavaretus) sind im Bodensee wegen der Besatzprogramme der lokalen Fischereibehörden sehr zahlreich und ein Teil von ihnen wandert im September stromauf, um im Fluss zu laichen, nichtsahnend, dass ihre Eier später vom bis über einen Meter hohen Schwall, der täglich 2-3 Mal auftritt zerstört oder eingesandet werden. Einige der seeresidenten und der besetzten flussresidenten Regenbogenforellen ereilt das gleiche Schicksal, doch ein großer Teil von ihnen laicht erfolgreich in den Giessen im Fürstentum Liechtenstein, Sankt Gallen und Vorarlberg ab, da die Fische dort von Oktober bis April geschont sind. So haben die meisten von ihnen die Laichgewässer bereits wieder in Richtung Bodensee verlassen, bevor Angler ihnen nachstellen können.

Der Alpenrhein hat zwischen Mitte Septembers und April einen guten Wasserstand, der die Fischerei möglich dort macht. Bis Anfang Novembers ist die Regenbogenforelle und Renke in Vorarlberg befischbar, während die Fischerei für die Bachforelle am 30. September geschlossen wird. In Sankt Gallen und Liechtenstein können die Forellen bis am 30. September, die Renken aber bis Ende Oktobers gefangen werden. Danach genießen diese Fische eine 6-wöchige Schonzeit (die leider nicht für die Kraftwerksbetreiber gilt, die dann ihre Eier zerstören). Nur die Äsche ist bis zum 1. Februar zum Fang freigegeben. Es werden jedoch jedes Jahr aus den bereits erwähnten Gründen nur wenige Äschen gefangen. Diese Fischart leidet mit am meisten unter dem Schwallbetrieb. Die beste Zeit, um den Alpenrhein zu befischen, ist der September und Oktober, wenn die Möglichkeit besteht, einige Felchen oder vielleicht gar eine der begehrten großen Regenbogenforellen aus dem Bodensee zu ernten, die kurz vor Beginn der Schonzeit im Alpenrhein auftauchen. Die Felchen und Regenbogenforellen lassen sich mit der Nymphe gut überlisten. Mit dem Streamer kann man sowohl Glück auf eine Regenbogenforelle als auch auf eine Seeforelle haben. Leider fischen am Alpenrhein besonders am Schweizer Ufer noch viele wie zu Grossmutter's Zeiten mit Würmern, Fischchen am System  und anderen Naturködern, während am Vorarlberger Ufer bereits zahlreiche Fliegenfischer unterwegs sind.

Die ein oder andere Regenbogenforelle kann auch noch bei Saisonbeginn im Februar gefangen werden, doch die meisten von ihnen sind dann bereits wieder im Bodensee. Nützen Sie ihre Chance und genießen Sie den Fluss während der herrlichen Herbsttage!