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Der Dunker - Tiefgang mit System

Der Dunker - die effizienteste Variante des Tuck Casts


Der Dunker (in Anlehnung an den Slam Dunk aus dem Basketball, der ebenfalls direkt von oben und mit Wucht "einschlägt") ist die von mir entwickelte Version eines Tuck Casts. Ich verwende diese, wenn die Nymphe wirklich schnell und effizient auf Tiefe gehen soll. Das kann zB der Fall sein, wenn eine Wassertasche (pocket wate) hinter einem Stein neben einer harten Strömung befischt werden soll. In solch einer Situation muss die Nymphe äusserst schnell auf Tiefe gehen, bevor sie von der Strömung erfasst wird. Auf dem Netz tummeln sich viele Versionen von Tuck Casts, doch sie alle folgen nicht einem biomechanisch optimierten Weg. Das bedeutet, dass die Kraftvektoren nicht exakt in die Richtung zeigen, in die sie gehen sollten. Der Dunker lässt die Nymphe sehr hart aufschlagen, und das Vorfach fällt vertikal direkt über dem Einschlagpunkt zusammen. Somit wird das Absinken der Nymphe geradezu optimal unterstützt. Als Resultat erreicht die Nymphe die gewollte Position am Gewässergrund wesentlich schneller.

Um einen Dunker zu werfen, muss die Schnur auf einer vertikalen Ebene bewegt werden. Nur so ist es möglich, dass die Nymphe auch wirklich vertikal eintaucht. Wenn die Nymphe das Wasser in einem flacheren Winkel(< 90°) trifft, so geht Kraft verloren und die Sinkgeschwindigkeit wird reduziert.

So wirft man einen Dunker:
Mache deine Leerwürfe auf einer vertikalen Bahn. Verwende dabei eine etwas grössere Schlaufe als mit einer Trockenfliege. Während des Präsentationswurfes beschleunigst du die Nymphe, indem du sowohl mit der Rutenhand als auch der Schnurhand nachhilfst. Du stoppst die Rute nun hart in der 11h Position, um unmittelbar danach(in Sekundenbruchteilen) die Rutenspitze sehr schnell anzuheben und gleichzeitig nach vorne zu stossen. Dadurch wird die Schnur nach dem Stopp um ein imaginäres Rad gezogen und gleichzeitig das obere "Bein" der Schlaufe extrem beschleunigt. Durch den Positionswechsel der Rutenspitze ändert sich der Eintauchwinkel und die Nymphe landet in einem 90° Winkel zur Wasseroberfläche.  Auf Distanzen über 10m verwende ich meinen Vertikalen Bogenwurf, der ebenfalls auf diesem Prinzip basiert.

Copyright © Günter Feuerstein